Nahe des abgebildeten Westerplatten-Denkmales bei Danzig beginnt das EU-Priority-Projekt-Nr. 23, ein wesentlicher Teil der Baltisch-Adriatischen-
Verkehrsachse. Hier begann der Zweite Weltkrieg und ließ mit seinen
Folgen den Ostsee-Adria-Korridor ein halbes Jahrhundert in Vergessenheit geraten. Die günstige Wirtschaftsentwicklung des Baltikums und der MOEL-Staaten hat diese für Österreich und Kärnten so bedeutende Verkehrsachse wieder zum Leben erweckt, mit dem Resultat, dass der Abschnitt Danzig–Warschau–Wien zum „Priority-Project“ erklärt wurde.

Die Koralmbahn

Für den Bau der Koralmbahn wurde im Jahr 2004 ein Realisierungsvertrag zwischen der Republik Österreich, den Bundesländern Steiermark und Kärnten und den Österreichischen Bundesbahnen abgeschlossen. Die Koralmbahn ist im Rahmenplan des Bundesministeriums für verkehr, Innovation und Technologie berücksichtigt.

Eine fristgerechte bauliche Umsetzung und die geplante Inbetriebnahme im Jahr 2016 ist damit zu erwarten.

Die zukünftige Koralmbahn ist mit der Pontebbana, die auf italienischem Territorium bis zum Grenzbahnhof Tarvis bereits fertiggestellt ist, Teil des internationalen Schienenverkehrkorridors der „Baltisch-Adriatischen Achse“. Diese Verkehrsachse verläuft als internationaler Korridor von Bologna–Venedig–Udine–Tarvis–Villach–Klagenfurt–St.Andrä–Deutschlandsberg über Graz–Semmering–Wien–Warschau bis nach Danzig.

In einem „Letter of Intent“ vom 12. Oktober 2006 haben die Verkehrs- beziehungsweise Infrastrukturminister der EU-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei, Österreich und Italien erklärt, sich dafür einzusetzen, dass diese Achse im Zuge der Revision der TEN-Leitlinien der EU in den Jahren 2009/10 in das höchstrangige Schienennetz der EU aufgenommen werden soll.

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