Zeitleiste

1977 u. 1981

Entwicklungsprogramm Raum Klagenfurt und Kärntner Zentralraum

Darin wurden folgende Aussagen und Ziele formuliert:

Das Verkehrsnetz ist so auszubilden, dass Kärnten in den europäischen Großraum eingegliedert wird und sich die Wirtschaft des Landes entfalten kann.

Der Verbesserung der Verkehrsverbindung zwischen dem Kärntner Zentralraum und den benachbarten Zentralräumen in Italien und Jugoslawien ist besondere Bedeutung zuzumessen.

Damit wurden der Bau der Koralmbahn, das Projekt „Kärntner Zentralraum“ sowie der Ausbau des Knoten Villach als Projekte entlang des Baltisch-Adriatischen Korridors in Kärnten angesprochen.

1988

Entwicklungsleitbild „Zukunft Kärnten“

Eines der strategischen Leitziele ist die „Verbesserung der raschen Erreichbarkeit Kärntens im Schienenverkehr“. Für den Standortfaktor Verkehr und Mobilität ist „der Ausbau der Pontebbana Achse der Bahn, insbesondere die Errichtung der Koralmbahn und des Semmering Basistunnels für die langfristige Absicherung Südösterreichs im internationalen Standortwettbewerb notwendig.“

1991

Gesamtverkehrskonzept Österreich

Die Koralmbahn wird im GVK-Ö im Zusammenhang mit der damals noch diskutierten Süd-Ost-Spange angesprochen. Ihre Errichtung soll den Anforderungen für Hochleistungsbahnen entsprechen: Steigerung der Angebotsqualität im Personen- und Güterverkehr sowie eine hochwertige Anbindung an die Netze der Nachbarstaaten.

1992

Agenda 21 der Vereinten Nationen

Durch die Unterzeichnung der Agenda 21 hat sich Österreich verpflichtet, unter anderem die Förderung kostengünstiger, leistungsfähiger, weniger umweltbelastender und mehr Sicherheit bietender Verkehrssysteme anzustreben. Der Ausbau der Schieneninfrastruktur im Baltisch-Adriatischen Korridor als Mittel der Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene und hinsichtlich der Reduzierung der negativen Folgen des Verkehrs – insbesondere Luftschadstoffe – ist im unmittelbaren Konnex zu dieser Agenda zu betrachten.

1994

EU-Beitrittsvertrag  – Straßen- und Schienenverkehr

Unter anderem wurden in diesem Vertrag die Eisenbahn Verkehrsachsen als Bestandteil des transeuropäischen Netzes für den Schienenverkehr und den kombinierten Verkehr ausgewiesen. Bereits hier findet man den Baltisch-Adriatischen Korridor  mit der Streckenführung „Prag – Wien – Tarvis – Pontebbana – Udine“

1996, 1998

Koralmgipfel Kärnten-Steiermark

Zur Positionierung der Bundesländer Kärnten und Steiermark wurden bisher drei „Koralmgipfel“ abgehalten. In einer gemeinsamen Resolution der beiden Länder sowie der Landeshauptstädte Klagenfurt und Graz wurde die Modernisierung des Eisenbahnnetzes gefordert, um verkehrsgeographische Nachteile zu mindern.

Gefordert wurden insbesondere die Sicherung der Finanzierung und die beschleunigte Abwicklung der Verfahren in einer Verfahrenskonzentration für die neue Südbahn einschließlich der Koralmbahn. Diese Resolution unterstreicht die Bedeutung der Koralmbahn für Südösterreich und ist ein positives Signal für den Ausbau des südösterreichischen Schienennetzes.

Das Ergebnis der Korridorauswahl und die entsprechenden Beschlüsse der Landtage werden vorgestellt.

1998

Masterplan 2015 des Bundesverkehrswegeplans

In diesem heißt es: „Die bestehende Südbahn integriert den Süden des Bundesgebietes und insbesondere die zweitgrößte Stadt Österreichs, nämlich Graz, nur mangelhaft. Die Koralmbahn wertet den Standort Südösterreich massiv auf, verkürzt die Fahrtzeit Graz-Klagenfurt auf eine Stunde und schafft neue Angebote im Fern- und Nahverkehr.“

2000

Beschluss der Bundesregierung: Gemeinwirtschaftliches Interesse der Gesamtkoralmbahn


2002

Generalverkehrsplan

Der Südkorridor, der österreichische Anteil am Baltisch-Adriatischen Korridor, ist im GVP einer der sechs Hauptkorridore Österreichs. Dem Ausbau der Strecke Graz – Klagenfurt wird darin die Ausbaudringlichkeit „B“ zugewiesen. Bis 2011 soll demnach der weitere Ausbau bis hin zum zweigeleisigen Vollausbau der Koralmbahn erfolgen.

2002

Verkehrsinitiative Süd

Kärnten und die Steiermark sind als südlichste Bundesländer stets infrastrukturell im hohen Ausmaß gegenüber den großen Zentralräumen Österreichs – insbesondere den nördlichen und östlichen Zentralräumen – benachteiligt. Die beiden Landeshauptmänner von Kärnten, Dr. Haider  und Steiermark, Frau Klasnic sind übereingekommen, als gemeinsame Organisation zur Vorbereitung und Koordinierung infrastruktureller Aktivitäten mit raumrelevanten Bezug eine Planungsgemeinschaft mit der Bezeichnung „Verkehrsinitiative Süd“ (früher: Planungsgruppe Süd) zu schaffen.   
Gerade als gleichberechtigte Partner dieser Arbeitsgemeinschaft „Verkehrsinitiative Süd“ werden die beiden Landeshauptmänner von Kärnten und Steiermark darauf hinwirken, die in ihrem Bereich zur Verfügung stehenden Erfahrungen und Informationen auf verkehrstechnischem, raumplanerischem und verwaltungsmäßigem Gebiet der Arbeitsgemeinschaft zur Verfügung zu stellen und darauf hinzuwirken, alles zu vermeiden, was der Durchsetzung der als Gemeinschaftlich anerkannten Interessen nachteilig und schädlich sein kann.

2004

Zusammenarbeit Kärnten – Friaul-Julisch-Venetien – Salzburg

Das Dokument „Erklärung zur Zusammenarbeit in den Bereichen Transportinfrastruktur - Logistik – Informationstransfer zwischen Kärnten - Friaul-Julisch-Venetien und Salzburg“ betont die Wichtigkeit von zwei Verkehrsachsen als Verbindung zwischen wichtigen Gebieten Mitteleuropas mit der östlichen Poebene und dem Hafensystem der Oberen Adria:

„Adria-Baltikum-Achse“ Warschau-Prag-Wien-Graz-Italien-Adria

Achse München-Salzburg-Villach-Tarvis-Udine-Venedig/Triest

Dabei soll die Rolle der Pontebbana sowie der Tauernachse auf europäischer Ebene gestärkt werden. Wesentlich für die Realisierung der neuen Hochleistungsstrecke in Kärnten sind die Knotenpunkte Villach und Cervignano, welche die Schnittpunkte zwischen der Tauernachse und dem Baltisch-Adriatischen Korridor bilden.

2004

Schieneninfrastrukurgipfel Süd in Warmbad Villach

LH Haider, LH Klasnic, Assessore Sonego sowie LHStv Haslauer unterzeichnen die Zusammenarbeit zwischen den vier Regionen. Von der Abteilung 7- Wirtschaftsrecht und Infrastruktur des Amtes der Kärntner Landesregierung wurde erstmals die „Baltic-Adriatic- Achse“ präsentiert und floss diese Achse in die Vereinbarung der Regionen ein.

2004

TEN – Leitlinien für den Aufbau eines transeuropäischen Verkehrsnetzes

Die TEN – Netze sollen unter anderem einen auf Dauer tragbaren Personen- und Güterverkehr sicherstellen und gleichzeitig zur Verwirklichung der Ziele der Gemeinschaft insbesondere im Bereich des Umweltschutzes beitragen. Hintergrund bei diesen Überlegungen war auch die Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhaltes der Gemeinschaft.

Für Österreich ist im Leitschema des transeuropäischen Bahnnetzes 2004 der österreichische Abschnitt des Baltisch-Adriatischen Korridors „Breslau – Bruck/Mur – Graz – Klagenfurt – Villach – Tarvis“ bereits mit der Koralmstrecke als geplante Ausbaustrecke für den Hochgeschwindigkeitsverkehr eingetragen. Der Ausbau der Baltisch-Adriatischen Achse zwischen Danzig und Wien zählt mittlerweile zu den 30 Schwerpunktprojekten der EU, mit deren Umsetzung noch im Jahr 2010 begonnen werden soll.

2006

Letter of Intent

Am 12. Oktober 2006 wurde von den Verkehrsministern der Länder Polen, Tschechien, Slowakei, Italien und Österreich der „Letter of Intent“ unterzeichnet. Zur besseren Positionierung der Baltisch-Adriatischen Achse samt der österreichischen Kernprojekte „Hauptbahnhof Wien“, Semmering Basistunnel“, und „Koralmbahn“ will man im Hinblick auf die kommende Revision der transeuropäischen netze das bestehende TEN-Projekt „Danzig-Wien“ von Wien nach Venedig inklusive der österreichischen Projekte zu verlängern.