Kärnten führt Forschung entlang der Baltisch-Adriatischen Achse an

Donnerstag, 12. Januar 2012

Im Rahmen des EU-Projektes BATCo werden wichtige Grundlagen für die Baltisch-Adriatische Achse erarbeitet.

Klagenfurt (LPD). Das Land Kärnten ist Lead Partner des EU-Projektes BATCo, an dem Regionen aus fünf Ländern entlang der Baltisch-Adriatischen Achse teilnehmen. Ziel des Projektes ist es, ein aktives Netzwerk zwischen den Regionen entlang der Achse zu schaffen, dabei wichtige Kontakte aufzubauen und gemeinsam abgestimmt die Grundlage für eine funktionierende Logistikkette zu entwickeln. "Kärnten war seit Beginn intensiv beim Aufbau dieser Baltisch-Adriatischen Achse, deren Herzstück die Koralmbahn ist, involviert. So wurde die Idee dieser Achse bei einem Infrastrukturgipfel in Villach im Jahr 2004 geboren. Seither haben wir diese Idee konsequent weiterverfolgt und sind so zum Zugpferd für ganz Europa geworden", teilte heute, Donnerstag, Landeshauptmann Gerhard Dörfler mit.

Um die Achse weiter zu forcieren hatte das Land Kärnten auch das EU-Projekt BATCo initiiert. Im Rahmen dieses Projektes arbeiten und forschen unter der Leitung der Abteilung 7 Wirtschaftsrecht und Infrastruktur des Landes Kärnten 18 Partner entlang der Achse am Aufbau eines aktiven Netzwerkes und an wichtigen Grundlagen für den operativen Betrieb der Achse.

So wurde seit dem Start des Projektes im April 2010 ein Verkehrsmodell entlang der Achse erarbeitet, mit dem die wichtigsten Verkehrsparameter abgerufen und auch Szenarien sowie die Auswirkungen von Verkehrsmaßnahmen simuliert werden können. Nach Fertigstellung des Umweltmodells werden auch die Umweltauswirkungen sowie die Transportkosten bei Umstieg von der Straße auf die Schiene dargestellt werden können.

Wie der Landeshauptmann weiter ausführte, wurden aber auch bereits konkrete Planungen über den Warentransport von den Adriahäfen entlang der Achse bis Polen abgeschlossen. Dazu wurde auch bereits ein abgestimmtes Kooperationsmodell für Logistikzentren entlang der Achse ausgearbeitet. Für das Logistikcenter ALPLOG in Villach/Fürnitz liegt ein Konzept für ein kooperativ betriebenes Kühllager vor, das eine wichtige Verteilungsfunktion für die NAPA-Häfen erfüllen soll. Villach/Fürnitz hat dazu die ideale Lage am Schnittpunkt der Baltisch-Adriatischen Achse mit dem transnationalen Korridor X.

"Im Rahmen von BATCo wurde aber auch schon ein erstes Wirtschaftskooperations-Konzept entwickelt. Derzeit werden entlang der gesamten Achse der Bedarf und die wirtschaftlichen Schwerpunkte, unter Einbindung der lokalen Wirtschaft, der einzelnen Regionen erhoben. Damit sollen Kooperationen entlang der Achse geschaffen werden", erklärte Dörfler. Bisher haben bereits über 250 namhafte Unternehmen schriftlich ihr Interesse an den verkehrstechnischen und wirtschaftlichen Verbindungen bekundet. Speziell Kärntner Wirtschaftsbetriebe können von diesen Kooperationen mit den Wachstumsregionen Europas profitieren.