Güterverkehrsachse mit Wachstumspotenzial

Mit 24 Mio. Tonnen Güteraufkommen pro Jahr zählt der Baltisch-Adriatische Korridor zu den wichtigsten Alpenquerungen Europas. Er liegt damit beinahe gleichauf mit dem Gotthard in der Schweiz (26 Mio. to). Diese Schienenhochleistungsverbindung von der Ostsee an die Adria ist somit ein notwendige Voraussetzung für die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Korridorverlauf. Durch die verlagerung von Güterströmem auf die Schiene wird zudem ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der in internationalen Abkommen festgelegten Klimaziele geleistet.

Erschließungspotenzial für den Personen- und Güterverkehr

Entlang der Baltisch-Adriatischen Achse befinden sich zahlreiche Ballungsräume. Eine durchgehende leistungsfähige Schienenverbindung bedeutet ein enormes Erschließungspotenzial für den Personenverkehr. Außerdem erhält die Bevölkerung in bisher schlecht erschlossenen Gebieten einen verbesserten Schienenzugang.

Schnelle Anbindungen der Binnenstaaten Mitteleuropas an die Ostsee- und Adraihäfen werden sicher gestellt. Damit stellt der Korridor nach dem Vollausbau eine hervorragende möglichkeit dar, die von den Häfen im Norden Europas ausgehenden stark strapazierten Nord-Süd-Verbindungen zu entlasten.

Verknüpfung mit wichtigen transeuropäischen Achsen

Der Baltisch-Adriatische Korridor kreuzt viele bedeutenden verkehrsachsen und ermöglicht damit eine effiziente Transportkette zu anderen wichtigen Wirtschaftsregionen Europas. Insgesamt werden sieben der zehn Paneuropäischen Korridore und sechs der 30 vorrangigen TEN-Achsen überquert. Diese enge vernetzung macht den Balisch-Adriatischen Korridor zu einem Rückgrat der mitteleuropäischen Transportinfrastruktur.

Baltisch-Adriatischer Korridor - Nutzen der österreichischen Projekte

Auf einen Blick:

  • Beseitigung der größten Engpässe entlang des des gesamten Korridors
  • wichtiger Beitrag zur Schaffung einer durchgängigen Alpen querenden Hochleistungsverbindung zwischen Ostsee und Adria
  • intermodale Verknüpfung der Verkehrsströme und Verbindung zu zahlreichen europäischen Hauptachsen
  • wichtiger Beitrag zuir Beseitigung von raumstrukturell bedingten Lagenachteilen der südlichen Bundesländer
  • Hauptbahnhof Wien: Errichtung der wichtigsten Eisenbahndrehscheibe in Mitteleuropa. Züge enden nicht mehr an Kopfbahnhöfen, sondern können international durchgebunden werden
  • Verkürzung der Fahrtzeiten Wien-Graz (dzt. rd. 2,5 Std.) auf zwei Stunden; Graz-Klagenfurt (dzt. rd. 3 Std.) auf eine Stunde und Klagenfurt-Wien (dzt. rd. 4,5 Std.) auf drei Stunden
  • Mehr Güter auf der Schiene aufgrund der Konzeption der Strecke als Flachbahn und massiv verkürzter Fahrtzeiten.
  • Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit der Schiene gegenüber dem LKW; Verbesserung des Modal Split
  • Hohe Markterschließungspotenziale für den Personenverkehr